Die drei Federn
Zusammenfassung des Märchens
Ein König verspricht sein Reich demjenigen seiner drei Söhne, der ihm den feinsten Teppich bringt, und bläst drei Federn in die Luft, denen sie folgen sollen. Die beiden älteren ziehen nach Osten und Westen und verlachen den jüngsten, den Dummling, denn seine Feder fällt zu Boden. Dort entdeckt er eine Falltür, unter der eine Kröte wohnt, die ihm gibt, was er braucht: zuerst den feinsten Teppich, dann den schönsten Ring. Als die Bedingungen immer weiter gesteigert werden und zuletzt die schönste Frau verlangt ist, schickt ihm die Kröte in einer ausgehöhlten Rübe ein wundersames Gefährt. Bei der letzten Prüfung sollen die Frauen durch einen Ring springen – die Bauernweiber der Brüder brechen sich die Glieder, die Frau des Dummlings aber springt geschickt wie ein Reh. Der Dummling wird König und regiert weise.
Hintergrund & Geschichte
Die drei Federn (KHM 63, ATU 402) stehen ab der 2. Auflage von 1819 an dieser Stelle in den Kinder- und Hausmärchen; die Anmerkung der Grimms notiert aus Zwehrn – die Erzählung stammt von Dorothea Viehmann, der wichtigsten Gewährspersonin der Sammlung, und berichtet zugleich von Varianten. Die Kröte Itsche spricht in zwei Reimen, die wortgleich auch in Der Eisenofen vorkommen. Das Motiv des unterschätzten Dummlings, dem eine hilfreiche Kreatur beisteht, gehört zu den produktivsten der Sammlung – verwandt mit Der Froschkönig und der Bienenkönigin.
